phil goes television und wird wieder zur Rahmenhandlung der ORF-Literatursendung les.art !
Am Montag, 5.3.2012, werden die eigens dafür montierten Scheinwerfer - unsere Luster sind zu duster - strahlen, wenn Moderator Christian Ankowitsch seine drei spannenden Gäste zur Aufzeichnung der Sendung begrüßt: André Heller und sein Biograf Christian Seiler, die für ihr Romandebüt hochgelobte Olga Grjasnowa und der österreichische Schriftsteller Raoul Schrott sind die hochkarätigen Gäste.
Da möchten wir natürlich nicht hintnach stehen, sondern mit unseren eigenen hochkarätigen Gästen angeben. Mit anderen Worten: Wir brauchen Dich bei der Aufzeichnung von les.art als gediegener Edelstatist auf den Sofas und Fauteuils - damit sich das p.t. Publikum vor den Schirmen ein richtiges und wahrheitsgetreues Bild von uns machen kann. Du brauchst Dich nicht extra herauszuputzen, sei einfach Du selbst...naja, eine Brille wäre vielleicht nicht schlecht, und lass Dein MacBook Pro ausnahmsweise zu Hause!
Die Aufzeichnung der ORF-Literatursendung aus dem phil beginnt am 5.3.um 22 Uhr. Wir bitten darum, eine Stunde vorher da zu sein. Alle Teilnehmer bekommen für Ihre Mitarbeit ein Freigetränk!
19/02/2012 phil christian biblio.phil 0 Kommentare
"Was tust du eigentlich den ganzen Tag?", soll die Mutter den 16-jährigen Sohn gefragt haben, der so auffallend oft der Schule fernblieb. "Ich warte darauf, berühmt zu werden" – so die kolportierte Antwort. Tatsache ist: Lange musste André Heller nicht warten, im Alter von 20 Jahren war er mit seinem musikalischen Debütalbum – lakonischer Titel "Nr.1" – zum Plattenstar avanciert. Bilanz bis heute: Zwölf Goldene Schallplatten und sieben in Platin – das reicht eigentlich schon, um für alle Zeiten weltberühmt in Österreich zu sein.
Doch der Phantast und Poet, Impresario, Schauspieler, Dichter, Multimedialist und Gesamtkunstwerker wurde tatsächlich zu einem internationalen Faktor. In jedem seiner Projekte ringt er darum, einer zusehends prosaischen Welt ein Staunen zu entlocken, den Menschen ein Lächeln zu schenken und sterbende Künste vor dem endgültigen Untergang zu bewahren.
Seine Revuen und Inszenierungen – man denke nur an "Begnadete Körper" oder "Afrika! Afrika!" – begeisterten weltweit ein Millionenpublikum. An seinem großen Roman schreibt Heller derzeit noch fort, aber schon jetzt, rund um seinen 65. Geburtstag, sorgt er für viel Lesestoff.Dem Journalisten und langjährigen Wegbegleiter Christian Seiler hat er sich anvertraut. Das Resultat: die umfangreiche, autorisierte Biografie "André Heller. Feuerkopf". Heller selbst legt Verstreutes gesammelt vor: "Wienereien oder ein absichtlicher Schicksalsnarr" heißt sein Band profunder Analysen und hassliebender Assoziationen zu seiner Geburtsstadt. André Heller und sein Biograf Christian Seiler sind Gäste in les.art.
Wo ist hier?, fragt sich Mascha in einem fort. Die junge Frau wurde noch in der Sowjet Union geboren. Diese wurde wenig später begraben, Grenzen wurden neu gezogen, alte Feindschaften beglichen: Mascha und ihre Familie gerieten zwischen die Fronten von Armeniern und Aserbaidschanern – als jüdische Kontingentflüchtlinge landeten sie in Deutschland.
Mascha hat viel mit der Frau gemeinsam, die ihr Schicksal ersonnen hat: Olga Grjasnowa wurde in Baku geboren, jener Stadt, von der die meisten gerade einmal wissen, dass dort heuer der Eurovisions Song Contest ausgetragen wird.
Sie absolvierte das Deutsche Literaturinstitut Leipzig, lebte in Polen, Russland und Israel. "Der Russe ist einer, der Birken liebt" lautet der Titel ihres Romandebüts, in dem viel Sehnsucht mitschwingt. Ein Buch über Abschiede, über ein Leben im Transit, über die Brutalität der Menschen und die Grausamkeit des Lebens, das doch so viel Lust bereiten kann. Sinnlich, irritierend, wortgewaltig – die Rezensenten jubeln über diesen ungewöhnlichen Erstling. Olga Grjasnowa stellt ihr Buch in les.art vor.
Aufgewachsen in Landeck, Tunis und Zürich, zeitweiliger Wohnsitz in Irland – auch so eine Biografie der Bruchstellen und wechselnden Identitäten. Wohl deswegen kann Raoul Schrott so intensiv quer- und grenzüberschreitend denken.
2008 legte der österreichische Literaturwissenschaftler und Dichter seine Neuübersetzung der Ilias vor – ein Opus Magnum – und dazu in einem eigenen Band seine Forschungsergebnisse zu Homer. Die Veröffentlichungen sorgten für ungeahntes mediales Echo – und für einen heftigen Streit unter Wissenschaftlern.
"Das schweigende Kind" heißt Raoul Schrotts neues Buch: Ein Mann sitzt in einem Sanatorium an der Grenze der Schweiz. Er erzählt seiner Tochter, wie es zum Tod der Mutter gekommen ist – eine Erzählung über Gewalt und Liebe, Paradiese und Sündenfall.
Raoul Schrott ist mit seinem Buch ebenfalls Gast in les.art
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